Die Ringe der Macht

Bildnachweis – PICTURE SOURCE

NACHTRAG am 07.09.2022


Gestern sah ich mir die ersten Episoden erneut an und muss mich bei einigen meiner Aussagen korrigieren:
Und zwar fühlt es sich insgesamt doch deutlich mehr nach einer Film- statt einer TV-Erzählung an.

Der zweite Punkt betrifft die Zwerge.
Ich habe moniert, dass man sehen konnte, dass einige von ihnen ganz offensichtlich von Kleinwüchsigen dargestellt wurden. Da bin ich mir auf den zweiten Blick nicht mehr so ganz sicher – es könnten durchaus auch Kinder gewesen sein. Aber ich denke, das macht es auch nicht unbedingt besser… 🙂
Auf jeden Fall bewegen sich einige von ihnen, z.B. die Eskorte, als Elrond Khazad-dûm betritt und anschließend über eine Brücke geht, auffallend wackelig bis tapsig.
So gehen aber mMn keine Zwerge. Denn es sind standfeste Gesellen, die so schnell nichts aus der Bahn werfen kann. Dabei bleibe ich also, ziehe aber meine Aussage zurück, dass es definitiv Kleinwüchsige waren, die sie spielten.

URSPRÜNGLICHER BEITRAG:

Die ersten beiden Episoden sind inzwischen geguckt, die zweite davon sogar länderübergreifend gemeinsam mit Phil 🙂

Im Großen und Ganzen habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt. Die einzelnen Charakter sind interessant und gut besetzt. Das von Peter Jackson vor langer Zeit etablierte, typische Mittelerde-Feeling hat sich sofort eingestellt bei mir.
Man merkt ab und an aber schon, dass man hier trotz des ungeheuren Budgets, keine TV-Produktion war jemals so teuer, keinen Kinofilm sieht sondern „nur“ eine Serie. Doch das könnte man durchaus unter Jammern auf hohem Niveau einordnen.

Was mir richtig gut gefallen hat, war, dass die Erzählung mit gewohnten und eingeübten Sehgewohnheiten bricht oder zumindest spielt. Dabei muss ich sofort an die Szene auf dem Meer denken, als dort der Angriff durch eine riesige Seeschlange erfolgte. Ich erwartete instinktiv, dass das Ungeheuer mehrfach zuschlug und dass es am Schluss der Attacken zum finalen „Bosskampf“ kommt. Doch so kam es nicht, oder vielleicht wurde dieser auch nur auf eine spätere Episode verschoben, wer weiß. Die Szene fühlte sich dennoch rund und befriedigend an. Sowas mag ich, weil es dadurch auch realistischer wirkte.

Insgesamt geht es bisher eher ruhig zu, was dem Stoff auch gerecht wird. Und so sind es bisher eher Kleinigkeiten, die mir aber doch sofort aufgefallen sind.
Die Elben leben ja bekanntlich Jahrtausende lang. Ungeduld liegt also eher nicht in ihrer Natur. Und dennoch muss es laut Celebrimbor plötzlich ganz schnell gehen, die Schmiede zu errichten…

Dass man sich dazu entschlossen hat, die Zwerge auch von Kleinwüchsigen spielen zu lassen, gefiel mir gar nicht. Man erkennt sie sofort an ihrem typischen, leicht schwankenden Gang.
Natürlich kann man das so machen, doch ich kann mich an keinen Zwerg in Jacksons Filmen erinnern, zumindest an keinen im Bildvordergrund, der von einem Kleinwüchsigen verkörpert wurde.

Für mich persönlich war das ein sofortiger Bruch der Immersion, der nicht hätte sein müssen. Hier hatte man es sich bewusst einfach gemacht.
Gut möglich, dass dies außer mir niemandem störend auffällt und vielleicht bin ich in dem Punkt auch ein zu harter Kritiker, doch ich mochte dies überhaupt nicht.

Mein Fazit nach den ersten beiden Episoden:
Ich bleibe auf jeden Fall dran und freue mich auf die kommenden Freitage. Vielleicht gelingt es mir ja noch, den Kritiker in mir abzustreifen und wieder mehr Fan zu sein.

Bei der Fülle an neuen Charakteren und Orten leistet mir dieses dicke, alte Lexikon gute Dienste 🙂

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