Gigantische Käseglocke

Gigantische Käseglocke


Dean Norris in UNDER THE DOME
© AMBLIN Television, Baer Bones (Production Companys) CBS (Original Network)

Die Serie basiert auf einer Romanvorlage von Stephen King.

Ohne Vorwarnung wird das kleine Städtchen Chester´s Mill gleichmäßig von einer kreisrunden, unsichtbaren Barriere eingeschlossen. Später stellt sich heraus, dass dieses Gefängnis (oder auch Schutzvorrichtung, das muss sich noch erweisen) die Form einer gigantischen Kuppel hat. Selbst Nuklearwaffen, die von außerhalb eingesetzt werden, können dem Dome nichts anhaben. Die Bewohner sind gezwungen, zusammen zu arbeiten, um zu überleben. Gleichzeitig toben unterschwellige sowie ganz offen geführte Machtkämpfe und über allem schwebt eine gehörige Portion Mystery. Denn der Dome kann eigentlich nur außerirdischen Ursprungs sein. Doch zu welchem Zweck? Und wieso taucht plötzlich ein seit Jahrzehnten totes Mädchen wieder auf und versucht, bei der Aufklärung des Mysteriums mitzuhelfen?
Es gibt also noch viele Fragen zu beantworten und ich bin gespannt, ob man am Schluss der Serie zu einem befriedigenden Ende kommt.

Ganz besonders gefreut habe ich mich, als ich „Hank“ sah (Dean Norris, aka Hank Schrader aus Breaking Bad). Er hat in Under the Dome eine gewichtige Rolle und ich kann mir eigentlich keinen sympathischeren Kriminellen vorstellen, als ihn.
Ab der zweiten Staffel wird es übrigens noch mysteriöser und diese typische Stephen-King-Spannung kommt noch mehr zum Tragen.

Leider gibt es einige teils haarsträubende Ungereimtheiten:
Z.B. zerschellte nicht das Flugzeug außen an der unsichtbaren Kuppel, doch schlugen die Trümmerteile innerhalb auf???
Und nach inzwischen mehreren Wochen (oder sind bereits Monate vergangen?), habe ich mir die Charaktere doch ein wenig mehr im The-Walking-Dead-Look vorgestellt. Doch sie alle sehen immer noch sauber und wie aus dem Ei gepellt aus, so wie an Tag Eins nach dem Dome. Vielleicht ändert sich das ja noch im Zuge der dritten und finalen Staffel. Na immerhin kommt inzwischen das Wasser nur noch Tröpfchenweise aus der Leitung…

Übrigens gab es auch mal einen Art „deutscher Dome“:
In dem Film Die Wand aus 2012 (Drehbuch und Regie: Julian Pölsler, Romanvorlage: Marlen Haushofer), ist es Martina Gedeck, die über Nacht von einer unsichtbaren Wand eingeschlossen wird, allein mit ihrem Hund in den österreichischen Bergen, weit entfernt von der Zivilisation. Ein überraschend guter deutschsprachiger Film. Ein quasi Kammerstück, das sich über mehrere Jahre erstreckt und mit einem sehr beklemmenden Schluss…

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