Disclosure Day

Die Wahrheit, da draußen, wird aufgedeckt

Außerirdisches Leben existiert. Es gibt dafür zahllose Beweise, die von einer mächtigen, regierungsnahen Organisation unter Verschluss gehalten werden.
Das ist der Kern von Steven Spielbergs aktuellem Film, in dem er zum ersten Mal seit 21 Jahren, wieder im Science Fiction Genre unterwegs ist. Zuletzt war dies bei War of the Worlds aus 2005 der Fall. Crystal Skull, BFG sowie Ready Player One zähle ich nicht dazu, da es sich hierbei um Abenteuer- bzw. Fantasyfilme handelt.

Disclosure Day wird aus einem anderen Blickwinkel erzählt, als wir es von Spielbergs früheren Filme gewohnt waren. Zwar sind es auch hier einzelne Personen, die mit etwas überlebensgroßem konfrontiert werden, allerdings scheint das Geheimnis bereits von Anfang an gelüftet. Stattdessen geht es um die Bemühungen, sich entschlossen dafür einsetzen, dass die Wahrheit auch an das Licht der Öffentlichkeit gelangt.

Die Inszenierung ist wie gewohnt souverän, die Ausstattung verschwenderisch und die Charaktere, allen voran Emily Blunt als Wettermoderatorin Margaret Fairchild sowie Josh O’Connorals als Daniel Kellner, einem Experten für Cybersicherheit, sind sympathisch und es macht Freude, ihnen zuzusehen.
Die ersten zwei Drittel des Films sind mitreißend, ideenreich, teilweise beunruhigend und auch humorvoll. Danach nimmt der Film etwas Tempo heraus, zieht jedoch wieder an, als es auf das Finale hinausläuft.

Ich persönlich hatte mir etwas anderes von diesem Film erwartet oder erhofft, kann jedoch nicht beschreiben, wie dies konkret hätte aussehen können. Denn das Thema Kontakt mit Außerirdischen wurde ja bereits, nicht nur von Spielberg, bis zur Erschöpfung in allen nur erdenklichen Varianten auserzählt. Daher passt es eigentlich wiederum ganz gut, dass Disclosure Day mehr SciFi-Thriller als ein reiner Science Fiction Film ist.

Mein Fazit:
Kein Meisterwerk, dafür sehr unterhaltend, teilweise beschwingt und spannend inszeniert. Über einige Logikfehler sollte man hinwegsehen können. Mir gefiel, dass sich Spielberg ab und an selbst zitierte. So sieht man zum Beispiel eine Szene, die es nahezu 1:1 in Duell bereits gab, die hier jedoch auf die Spitze getrieben wurde, im wahrsten Sinne des Wortes.

Regie: Steven Spielberg
2026
145 Minuten

Fotos IMDB