Predator 2

“Macht ohne Arnie auch Eindruck. Trotzdem fehlt er.”

Vier Jahre nach dem Überraschungserfolg mit Schwarzenegger in der Hauptrolle, wurde die Fortsetzung veröffentlicht. Dieses Mal ohne Arnold, dafür mit Danny Glover als Police Detective Mike Harrigan.
Beteuerte er noch drei Jahre zuvor in Zwei stahlharte Profis (Lethal Weapons) wiederholt “zu alt für diese Schei..e zu sein”, so will Glover in diesem Film anscheinend nichts mehr davon wissen und turnt sich äußerst agil und zu allem bereit durch dieses Abenteuer.

Die erste Szene sah ich vor Jahren einmal, empfand sie als nichtssagenden Actionschund und brach den Film daraufhin ab. Nachdem ich kürzlich jedoch die Bluray-Disk kredenzt bekam, gab ich Predator 2 eine weitere Chance und mir einen Ruck. Spaßig und klug fand ich die Idee, den Schauplatz vom Dschungel Mittelamerikas in den Großstadtdschungel von L.A. zu verlegen.
Die menschenverachtende Gewaltorgie zu Beginn des Films musste ich ein erneut durchstehen und folgte anschließend einer gradlinigen Handlung mit weiteren, ausschweifenden Gewaltszenen. Einige bekannte Gesichter gaben sich in diesem Film die Klinke in die Hand wie Bill Paxton, Robert Davi und Gary Busey, der auch hier einen eher Unsympathen spielte. Glover und Busey gerieten bereits in Lethal Weapon aneinander.

Der letzte Akt erinnerte mich an das Finale des ersten Teils, in dem sich Arnie allein mit improvisierten Waffen und Fallen des überlegenen Predators zu entledigen versuchte. Ich war angenehm überrascht zu sehen, dass dieses eins gegen eins erneut so packend funktionierte. Dabei hielt es mich oft nicht ruhig auf der Couch.
Am Schluss des Films wird ein Gegenstand präsentiert, der bei mir nur ein Fragezeichen auslöste… Heute wurde mir überraschend mitgeteilt, was es damit auf sich hat und dass damit (nachträglich) eine Brücke zum Film PREY geschlagen wird bzw. wurde.

Die Musik stammte erneut von Alan Silvestri, dessen entfernt klingende Trommeln es bereits in Teil 1 zu hören gab und die mir erneut wohligen Grusel bescherten.

Mein Fazit:
Sehr blutig, nichts für schwache Nerven und mit einem spannenden Finale, in dem eine Besenoma für den wohl einzigen befreienden Lacher dieses Films sorgt.

Regie: Stephen Hopkins
1990
108 Minuten

Fotos IMDB