Runaway

… Spinnen des Todes.
So der reißerische, deutsche Zusatztitel.

Ein weiterer Film für mich aus der Kategorie Seit damals auf dem Schirm gehabt, jedoch, warum auch immer, bis heute nicht geschaut.
In Runaway gibt es sehr viele, bedeutungsschwangere Blicke zu sehen. Sei es vom ernsten, doch stets gut gelaunten Tom Selleck, der durchtrainierten Cynthia Rhodes oder der etwas verrucht anmutenden Kirstie Alley.
Doch einer aus dem Ensemble schießt wahrlich den Vogel ab mit seinen finsteren Blicken – Gene Simmons, Frontmann und Bassist der Rockband KISS. Was er an aufgesetzter Bösartigkeit abliefert, ist ebenso stumpf wie großartig zugleich.

Handlung
Jack Ramsey und Karen Thompson (Selleck und Rhodes) machen als Polizeibeamte außer Kontrolle geratene Haushalts- und Landwirtschaftsroboter unschädlich. Sie erfahren, dass ursprünglich das Militär einen speziellen Mikrochip entwickeln ließ, der seelenlose Tötungsmaschinen ermöglicht. Dieser Chip findet sich zunehmend in intelligenten Alltagsgeräten wieder. Dahinter steckt Dr. Charles Luthor (Simmons), der Zugang zu dem Projekt hatte und die Chips an Kriminelle verkauft.

Ein Film, wie gemacht für eine 80er Jahre Party.
Überrascht war ich, wie zutreffend einige Technikvorstellungen von damals waren. So sieht man zum Beispiel Ernteroboter, die heutigen autonomen Rasenmähern nicht unähnlich sind. Neben den fiesen Robospinnen sind auch Drohnen zu sehen, deren Größe und Flugeigenschaften ebenfalls an heutige Modelle erinnern.

Regie: Michael Crichton
1984
100 Min.

Fotos IMDB