Der Traum vom Triple

Was ein bekannter Fußballclub aus dem Süden der Republik kann, das schaffe ich auch, dachte ich mir und absolvierte mein kleines, ganz persönliches Triple.
Jedoch war dies keine sportliche Betätigung an der frischen Luft, sondern es fand ganz gemütlich vor dem heimischen Fernseher statt.

Drei Filme mit Cary (Mr. Tuxedo)  Grant sah ich mir an, in chronologischer Reihenfolge:

To catch a Thief , 1955
Regie: Alfred Hitchcock
mit Grace Kelly, Jessie Royce Landis, John Williams (nein, nicht der John Williams) sowie Brigitte Auber

Fair use

John Robie (The Cat). Hach ja, da wurden Erinnerungen wach. Der Name war gleich wieder präsent bei mir und auch an die Handlung konnte ich mich in groben Zügen noch erinnern. Übrigens hatte die Feuerwerkszene damals einen ebenso großen Eindruck bei mir hinterlassen, wie ein paar Jahre später das Feuerwerk in Erik hebt ab aka The Boy who could fly von Nick Castle.
Schön, diesen alten Schinken zum ersten Mal in HD zu sehen. Da machte das giftig grüne Licht nachts auf den Dächern, wenn die „Katze“ kam gleich noch viel mehr her 🙂 Und es war auch wieder schön, Hitchcocks ausufernden Einsatz von Rückpro-Shots zu sehen und das sogar bei einfachsten Aussenshots im besten Sonnenlicht. In einem Moment sind wir noch on location und dann Zack! Schnitt ins Studio. Da war ich schon manchmal sprachlos…
Lustig auch die ein wenig aus der Zeit gefallen wirkenden „Beschattungsfahrten“, in denen die Verfolger in Sichtweite und mit stets gleichbleibendem Abstand den Helden folgen.

Houseboat, 1958
Regie: Melville Shavelson
mit Sophia Loren, Marta Hyer, Harry Guardino, sowie einem jungen Murray Hamilton, dem Bürgermeister aus JAWS. Ihn habe ich anfangs nur an seiner Stimme erkannt 🙂

Fair use

Houseboat war ein typischer Familienfilm bei uns gewesen. Vermutlich sahen wir ihn eines Abends um 20:15 Uhr. Ein schöner leichter Film. „Dad? The train???“
Herrlich trockener Humor. Den kleinen Robert fand ich zwar ein klein wenig anoying, aber, das war zu verkraften. Klasse die Szene, in der der Junge mit seiner Mundharmonika fast ein ganzes Philharmonieorchester aus dem Takt bringt 🙂

Charade, 1963
Regie: Stanley Donen
mit Audrey Hepburn, Walter Matthau, James Coburn und George Kennedy

Fair use

Charade schließlich war einer der letzten Filme, die ich damals bei meinem ehemaligen Schulkameraden Alex sah. Doch wir schauten ihn vermutlich nicht bis zum Schluss. Das holte ich vor ein paar Monaten bereits nach und für mein Triple jetzt ein zweites Mal. Ein schon leicht in die Jahre gekommener Grant hat auch hier nichts von seinem jugendlichen Charme und seiner Unbekümmertheit verloren. Es war ein Vergnügen, diese Agentenkomödie zu schauen, bei der man bis zum Schluss nicht weiß, ob er (Cary) zu den Guten oder Bösen gehört. Das wird auch an dieser Stelle hier nicht verraten 🙂

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